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An die Ferne Geliebte, Op. 98

👤 Daniel Behle & Jan Schultsz 🎼 Beethoven: Gegenliebe Lieder ⏱️ 12:19
🎵 3792 characters
⏱️ 12:19 duration
🆔 ID: 15429697

📜 Lyrics

Auf dem Hügel sitz' ich, spähend
In das blaue Nebelland
Nach den fernen Triften sehend
Wo ich dich, Geliebte, fand

Weit bin ich von dir geschieden
Trennend liegen Berg und Tal
Zwischen uns und unserm Frieden
Unserm Glück und unsrer Qual

Ach, den Blick kannst du nicht sehen
Der zu dir so glühend eilt
Und die Seufzer, sie verwehen
In dem Raume, der uns teilt

Will denn nichts mehr zu dir dringen
Nichts der Liebe Bote sein?
Singen will ich, Lieder singen
Die dir klagen meine Pein!

Denn vor Liedesklang entweichet
Jeder Raum und jede Zeit
Und ein liebend Herz erreichet
Was ein liebend Herz geweiht!

Wo die Berge so blau
Aus dem nebligen Grau
Schauen herein

Wo die Sonne verglüht
Wo die Wolke umzieht
Möchte ich sein!
Möchte ich sein!

Dort im ruhigen Tal
Schweigen Schmerzen und Qual
Wo im Gestein

Still die Primel dort sinnt
Weht so leise der Wind
Möchte ich sein!
Möchte ich sein!

Hin zum sinnigen Wald
Drängt mich Liebesgewalt
Innere Pein
Innere Pein

Ach, mich zög's nicht von hier
Könnt' ich, Traute! bei dir
Ewiglich sein!
Ewiglich sein!

Leichte Segler in den Höhen
Und du Bächlein, klein und schmal
Könnt mein Liebchen ihr erspähen
Grüßt sie mir viel tausendmal!

Seht, ihr Wolken, sie denn gehen
Sinnend in dem stillen Tal
Lasst mein Bild vor ihr entstehen
In dem luft'gen Himmelssaal

Wird sie an den Büschen stehen
Die nun herbstlich falb und kahl
Klagt ihr, wie mir ist geschehen
Klagt ihr, Vöglein! meine Qual

Stille Weste, bringt im Wehen
Hin zu meiner Herzenswahl
Meine Seufzer, die vergehen
Wie der Sonne letzter Strahl

Flüstr' ihr zu mein Liebesflehen
Lass sie, Bächlein klein und schmal
Treu in deinen Wogen sehen
Meine Tränen ohne Zahl!
Ohne Zahl!

Diese Wolken in den Höhen
Dieser Vöglein muntrer Zug
Werden dich, o Huldin! sehen -
"Nehmt mich mit im leichten Flug!"

Diese Weste werden spielen
Scherzend dir um Wang' und Brust
In den seidnen Locken wühlen -
"Teilt' ich mit euch diese Lust!"

Hin zu dir von jenen Hügeln
Emsig dieses Bächlein eilt. -
"Wird ihr Bild sich in dir spiegeln
Fließ zurück dann unverweilt!
Fließ zurück dann unverweilt, ja unverweilt!"

Es kehret der Maien, es blühet die Au
Die Lüfte, sie wehen so milde, so lau
Geschwätzig die Bäche nun rinnen

Die Schwalbe, die kehret zum wirtlichen Dach
Sie baut sich so emsig ihr bräutlich Gemach
Die Liebe soll wohnen da drinnen
Die Liebe soll wohnen da drinnen

Sie bringt sich geschäftig von kreuz und von quer
Manch weicheres Stück zu dem Brautbett hierher
Manch wärmendes Stück für die Kleinen

Nun wohnen die Gatten beisammen so treu
Was Winter geschieden, verband nun der Mai
Was liebet, das weiß er zu einen
Was liebet, das weiß er zu einen

Es kehret der Maien, es blühet die Au
Die Lüfte, sie wehen so milde, so lau
Nur ich kann nicht ziehen von hinnen

Wenn alles, was liebet, der Frühling vereint
Nur unserer Liebe kein Frühling erscheint
Und Tränen sind all ihr Gewinnen
Und Tränen sind all ihr Gewinnen
Ja all ihr Gewinnen

Nimm sie hin denn, diese Lieder
Die ich dir, Geliebte, sang
Singe sie dann abends wieder
Zu der Laute süßem Klang

Wenn das Dämmrungsrot dann ziehet
Nach dem stillen blauen See
Und sein letzter Strahl verglühet
Hinter jener Bergeshöh'

Und du singst
Und du singst, was ich gesungen
Was mir aus der vollen Brust
Ohne Kunstgepräng' erklungen
Nur der Sehnsucht sich bewusst
Nur, nur der Sehnsucht sich bewusst

Dann vor diesen Liedern weichet
Was geschieden uns so weit
Und ein liebend Herz erreichet
Was ein liebend Herz geweiht!
Und ein liebend Herz erreichet
Was ein liebend, ein liebend
Ein liebend Herz geweiht!
Dann, dann vor diesen Liedern weichet
Was geschieden uns so weit
Und ein liebend Herz erreichet
Was ein liebend Herz
Ein liebend Herz geweiht!
Was, was ein liebend, liebend Herz geweiht!

⏱️ Synced Lyrics

[00:02.31] Auf dem Hügel sitz' ich, spähend
[00:08.22] In das blaue Nebelland
[00:09.60] Nach den fernen Triften sehend
[00:12.83] Wo ich dich, Geliebte, fand
[00:23.65]
[00:29.85] Weit bin ich von dir geschieden
[00:33.80] Trennend liegen Berg und Tal
[00:42.52] Zwischen uns und unserm Frieden
[00:48.12] Unserm Glück und unsrer Qual
[00:52.81]
[01:00.95] Ach, den Blick kannst du nicht sehen
[01:06.92] Der zu dir so glühend eilt
[01:10.66] Und die Seufzer, sie verwehen
[01:18.30] In dem Raume, der uns teilt
[01:25.02]
[01:34.29] Will denn nichts mehr zu dir dringen
[01:39.45] Nichts der Liebe Bote sein?
[01:47.28] Singen will ich, Lieder singen
[01:54.89] Die dir klagen meine Pein!
[02:00.13]
[02:10.35] Denn vor Liedesklang entweichet
[02:12.45] Jeder Raum und jede Zeit
[02:17.94] Und ein liebend Herz erreichet
[02:19.95] Was ein liebend Herz geweiht!
[02:22.51]
[02:42.45] Wo die Berge so blau
[02:46.88] Aus dem nebligen Grau
[02:50.54] Schauen herein
[02:54.81] Wo die Sonne verglüht
[02:58.57] Wo die Wolke umzieht
[02:59.32] Möchte ich sein!
[03:03.52] Möchte ich sein!
[03:09.60]
[03:17.24] Dort im ruhigen Tal
[03:21.36] Schweigen Schmerzen und Qual
[03:21.87] Wo im Gestein
[03:24.39] Still die Primel dort sinnt
[03:27.98] Weht so leise der Wind
[03:32.52] Möchte ich sein!
[03:39.22] Möchte ich sein!
[03:41.19]
[03:45.08] Hin zum sinnigen Wald
[03:48.08] Drängt mich Liebesgewalt
[03:51.50] Innere Pein
[03:51.50] Innere Pein
[04:00.36] Ach, mich zög's nicht von hier
[04:02.43] Könnt' ich, Traute! bei dir
[04:04.76] Ewiglich sein!
[04:10.12] Ewiglich sein!
[04:11.53]
[04:18.25] Leichte Segler in den Höhen
[04:19.55] Und du Bächlein, klein und schmal
[04:24.79] Könnt mein Liebchen ihr erspähen
[04:27.17] Grüßt sie mir viel tausendmal!
[04:30.36]
[04:34.26] Seht, ihr Wolken, sie denn gehen
[04:37.37] Sinnend in dem stillen Tal
[04:41.16] Lasst mein Bild vor ihr entstehen
[04:46.02] In dem luft'gen Himmelssaal
[04:47.37]
[04:51.91] Wird sie an den Büschen stehen
[04:55.35] Die nun herbstlich falb und kahl
[04:59.94] Klagt ihr, wie mir ist geschehen
[05:02.18] Klagt ihr, Vöglein! meine Qual
[05:07.30]
[05:11.95] Stille Weste, bringt im Wehen
[05:14.29] Hin zu meiner Herzenswahl
[05:17.62] Meine Seufzer, die vergehen
[05:20.48] Wie der Sonne letzter Strahl
[05:25.38]
[05:29.63] Flüstr' ihr zu mein Liebesflehen
[05:32.48] Lass sie, Bächlein klein und schmal
[05:36.05] Treu in deinen Wogen sehen
[05:40.13] Meine Tränen ohne Zahl!
[05:42.07] Ohne Zahl!
[05:53.17] Diese Wolken in den Höhen
[05:56.45] Dieser Vöglein muntrer Zug
[05:57.16] Werden dich, o Huldin! sehen -
[06:00.06] "Nehmt mich mit im leichten Flug!"
[06:02.13]
[06:05.25] Diese Weste werden spielen
[06:08.36] Scherzend dir um Wang' und Brust
[06:10.32] In den seidnen Locken wühlen -
[06:14.49] "Teilt' ich mit euch diese Lust!"
[06:19.23] Hin zu dir von jenen Hügeln
[06:22.45] Emsig dieses Bächlein eilt. -
[06:24.84] "Wird ihr Bild sich in dir spiegeln
[06:28.28] Fließ zurück dann unverweilt!
[06:31.63] Fließ zurück dann unverweilt, ja unverweilt!"
[06:33.72]
[07:03.02] Es kehret der Maien, es blühet die Au
[07:06.74] Die Lüfte, sie wehen so milde, so lau
[07:10.20] Geschwätzig die Bäche nun rinnen
[07:13.98] Die Schwalbe, die kehret zum wirtlichen Dach
[07:17.17] Sie baut sich so emsig ihr bräutlich Gemach
[07:19.22] Die Liebe soll wohnen da drinnen
[07:24.63] Die Liebe soll wohnen da drinnen
[07:28.31]
[07:32.72] Sie bringt sich geschäftig von kreuz und von quer
[07:35.41] Manch weicheres Stück zu dem Brautbett hierher
[07:41.79] Manch wärmendes Stück für die Kleinen
[07:42.61] Nun wohnen die Gatten beisammen so treu
[07:48.23] Was Winter geschieden, verband nun der Mai
[07:51.97] Was liebet, das weiß er zu einen
[07:56.05] Was liebet, das weiß er zu einen
[08:00.10]
[08:05.72] Es kehret der Maien, es blühet die Au
[08:10.82] Die Lüfte, sie wehen so milde, so lau
[08:12.38] Nur ich kann nicht ziehen von hinnen
[08:20.29] Wenn alles, was liebet, der Frühling vereint
[08:22.70] Nur unserer Liebe kein Frühling erscheint
[08:27.63] Und Tränen sind all ihr Gewinnen
[08:33.47] Und Tränen sind all ihr Gewinnen
[08:35.36] Ja all ihr Gewinnen
[08:46.71]
[09:17.79] Nimm sie hin denn, diese Lieder
[09:22.63] Die ich dir, Geliebte, sang
[09:27.18] Singe sie dann abends wieder
[09:34.38] Zu der Laute süßem Klang
[09:39.36] Wenn das Dämmrungsrot dann ziehet
[09:42.13] Nach dem stillen blauen See
[09:43.43] Und sein letzter Strahl verglühet
[09:58.24] Hinter jener Bergeshöh'
[10:00.27] Und du singst
[10:15.15] Und du singst, was ich gesungen
[10:17.09] Was mir aus der vollen Brust
[10:23.28] Ohne Kunstgepräng' erklungen
[10:31.74] Nur der Sehnsucht sich bewusst
[10:40.26] Nur, nur der Sehnsucht sich bewusst
[10:43.00] Dann vor diesen Liedern weichet
[11:01.17] Was geschieden uns so weit
[11:07.58] Und ein liebend Herz erreichet
[11:08.91] Was ein liebend Herz geweiht!
[11:15.67] Und ein liebend Herz erreichet
[11:16.60] Was ein liebend, ein liebend
[11:21.25] Ein liebend Herz geweiht!
[11:22.54] Dann, dann vor diesen Liedern weichet
[11:25.25] Was geschieden uns so weit
[11:31.27] Und ein liebend Herz erreichet
[11:39.47] Was ein liebend Herz
[11:41.24] Ein liebend Herz geweiht!
[11:45.87] Was, was ein liebend, liebend Herz geweiht!
[11:53.17]

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