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Alleinflug

👤 Reinhard Mey 🎼 Tournee 81 ⏱️ 5:13
🎵 2343 characters
⏱️ 5:13 duration
🆔 ID: 18907585

📜 Lyrics

Ich kann mich noch an jenem Vormittag seh'n
In der Frühsommersonne am Hangartor steh'n
Nach dem Hochdecker schielen, der mir gut bekannt
In der Brise leis' knarrend am Vorfeldrand stand
Und dann höre ich sagen, es sei wohl soweit
Und ich rein in die Kiste, verlier' keine Zeit
Auf dem Rollweg durch's Gras, das sich im Luftstrom wiegt
In die Bahn, die in flimmerndem Licht vor mir liegt

Der Wind in den Streben
Ein Rütteln, ein Beben
Dann endlich abheben
Mit einem Mal schweben
Ein Blick auf die Spielzeugwelt unten voraus
Über mir nur die Tiefe des endlosen Blaus
Und eindreh'n und neigen, ausrollen und steigen
In rauschendem Reigen, in sprachlosem Schweigen
Sich winzig zu wissen und zugleich so groß
Erhaben und glücklich und schwerelos
Einen Gedanken lang, einen Augenblick bloß

Ich kam mir beim Abstellen vorm Hangartor
Wie Lindbergh nach seinem Atlantikflug vor
Ich kam seitdem von mancher Reise nach Haus
Aber so stolz wie damals stieg ich nie wieder aus
Ich kenn' Himmelhunde zu Haus in der Luft
Sowas von abgebrüht, sowas von ausgebufft
Aber keinen, selbst wenn er die Umlaufbahn fliegt
Der zurückdenkt und nicht doch glänzende Augen kriegt

Der Wind in den Streben
Ein Rütteln, ein Beben
Dann endlich abheben
Mit einem Mal schweben
Ein Blick auf die Spielzeugwelt unten voraus
Über mir nur die Tiefe des endlosen Blaus
Und eindreh'n und neigen, ausrollen und steigen
In rauschendem Reigen, in sprachlosem Schweigen
Sich winzig zu wissen und zugleich so groß
Erhaben und glücklich und schwerelos
Einen Gedanken lang, einen Augenblick bloß

Seit dem Tag habe ich wohl manche Ölspur gelegt
Ist mir manch' kalte Bö um die Nase gefegt
Hab' ich grimmig manche Wetterkarte zerpflückt
Mich in muffigen Flugplatzcafés rumgedrückt
Und doch muß ich nach jedem Kondensstreifen seh'n
Mich nach allen Motorengeräuschen umdreh'n
Und bei jedem Start kribbelt es doch ganz egal
Zum wievielten Mal, noch wie beim ersten Mal

Der Wind in den Streben
Ein Rütteln, ein Beben
Dann endlich abheben
Mit einem Mal schweben
Ein Blick auf die Spielzeugwelt unten voraus
Über mir nur die Tiefe des endlosen Blaus
Und eindreh'n und neigen, ausrollen und steigen
In rauschendem Reigen, in sprachlosem Schweigen
Sich winzig zu wissen und zugleich so groß
Erhaben und glücklich und schwerelos
Einen Gedanken lang, einen Augenblick bloß

⏱️ Synced Lyrics

[00:05.44] Ich kann mich noch an jenem Vormittag seh'n
[00:09.58] In der Frühsommersonne am Hangartor steh'n
[00:13.76] Nach dem Hochdecker schielen, der mir gut bekannt
[00:17.84] In der Brise leis' knarrend am Vorfeldrand stand
[00:22.90] Und dann höre ich sagen, es sei wohl soweit
[00:26.99] Und ich rein in die Kiste, verlier' keine Zeit
[00:30.82] Auf dem Rollweg durch's Gras, das sich im Luftstrom wiegt
[00:35.59] In die Bahn, die in flimmerndem Licht vor mir liegt
[00:43.16] Der Wind in den Streben
[00:45.52] Ein Rütteln, ein Beben
[00:47.72] Dann endlich abheben
[00:49.93] Mit einem Mal schweben
[00:51.10] Ein Blick auf die Spielzeugwelt unten voraus
[00:56.08] Über mir nur die Tiefe des endlosen Blaus
[01:00.45] Und eindreh'n und neigen, ausrollen und steigen
[01:04.95] In rauschendem Reigen, in sprachlosem Schweigen
[01:09.22] Sich winzig zu wissen und zugleich so groß
[01:13.85] Erhaben und glücklich und schwerelos
[01:18.21] Einen Gedanken lang, einen Augenblick bloß
[01:27.48] Ich kam mir beim Abstellen vorm Hangartor
[01:31.97] Wie Lindbergh nach seinem Atlantikflug vor
[01:36.19] Ich kam seitdem von mancher Reise nach Haus
[01:40.05] Aber so stolz wie damals stieg ich nie wieder aus
[01:45.59] Ich kenn' Himmelhunde zu Haus in der Luft
[01:49.63] Sowas von abgebrüht, sowas von ausgebufft
[01:53.65] Aber keinen, selbst wenn er die Umlaufbahn fliegt
[01:58.17] Der zurückdenkt und nicht doch glänzende Augen kriegt
[02:06.61] Der Wind in den Streben
[02:09.06] Ein Rütteln, ein Beben
[02:11.45] Dann endlich abheben
[02:13.43] Mit einem Mal schweben
[02:15.79] Ein Blick auf die Spielzeugwelt unten voraus
[02:19.75] Über mir nur die Tiefe des endlosen Blaus
[02:24.70] Und eindreh'n und neigen, ausrollen und steigen
[02:28.72] In rauschendem Reigen, in sprachlosem Schweigen
[02:33.45] Sich winzig zu wissen und zugleich so groß
[02:37.59] Erhaben und glücklich und schwerelos
[02:42.05] Einen Gedanken lang, einen Augenblick bloß
[02:51.44] Seit dem Tag habe ich wohl manche Ölspur gelegt
[02:55.83] Ist mir manch' kalte Bö um die Nase gefegt
[03:00.79] Hab' ich grimmig manche Wetterkarte zerpflückt
[03:04.66] Mich in muffigen Flugplatzcafés rumgedrückt
[03:09.75] Und doch muß ich nach jedem Kondensstreifen seh'n
[03:13.88] Mich nach allen Motorengeräuschen umdreh'n
[03:17.93] Und bei jedem Start kribbelt es doch ganz egal
[03:21.81] Zum wievielten Mal, noch wie beim ersten Mal
[03:30.81] Der Wind in den Streben
[03:33.25] Ein Rütteln, ein Beben
[03:35.66] Dann endlich abheben
[03:37.63] Mit einem Mal schweben
[03:40.23] Ein Blick auf die Spielzeugwelt unten voraus
[03:44.33] Über mir nur die Tiefe des endlosen Blaus
[03:48.62] Und eindreh'n und neigen, ausrollen und steigen
[03:52.97] In rauschendem Reigen, in sprachlosem Schweigen
[03:57.42] Sich winzig zu wissen und zugleich so groß
[04:02.14] Erhaben und glücklich und schwerelos
[04:06.14] Einen Gedanken lang, einen Augenblick bloß
[04:12.28]

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