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Schlammschlacht

👤 Heilung 🎼 Ofnir ⏱️ 5:50
🎵 2984 characters
⏱️ 5:50 duration
🆔 ID: 2350376

📜 Lyrics

Bedrohlich, der germanische Wald
Schon seit Urzeit finster und kalt
Voller Tropfen, Geheimnisse und Lichter
Verflochten, verwoben in tote Gesichter

Es rinnt der Schweiß, es rinnt der Regen
Alle Legionäre müssen alles geben
Hosenlos, auf römisch Art
Verschmutzt, erschöpft, doch ohne Bart

Bis zu den Knien im Schlamm sie waten
Sich immer enger und enger scharen
Tiefe Furcht sich in ihre Kehlen schnürt
Ob dem, was ein jeder hier spürt

Er scheint zu leben, der beklemmende Wald
Durch den durch Regen und Nebel nun nichts mehr schallt
Da schlägt ein Ast, da glotzt ein Pilz
Im Moor, es greift nach dir und deine Seele will's
Doch Todesrascheln, sind nur Rehe vier

Und so sind die Soldaten erfroren und ohne Kraft
Alles durchnässt, dreie das Moor weggerafft
Doch: "Semper fidelis", immer treu, so folgen sie Varus, ihrem Führer
Den seinerseits Armin, der Cherusker führt

Doch plötzlich des Waldes nagender Angstgefühl
Verwandelt sich in Menschengewühl
Als der Cherusker einen Pfiff ertönen lässt
Und die Legionen stachen in ein Wespennest

Aus dem Schlamm, aus den Blättern an Boden und Bäumen
Aus Senken und nichts
Plötzlich unendlich Germanen schäumen
Ein Schrei wie von tausend Bären ertönt

Der, der zu Tode erschöpften Römer Ängste nur nährt
Unformiert ihr trutzes Heer, sonst zu besiegen doch sehr schwer, ist nun geschwächt
Durch Waldes Tücke, der geisterhaft die Klingen zückte

Und schon, vom Schwerte ergraben, der Blutstrom fließt
Sich in tosendem Lärmen zu Boden ergießt
Rußgeschwärzt Germani alle
Bringen, getarnt hervorgestürmt den Tross zu Falle

Speere und Pfeile von Bäumen und Höhen regnen
Als die Reihen der Römer behende sich ebnen
Doch auch schwarze Gesichter gehen nach Walhall
Und Blut und Schmerz ist allüberall

Es regnet Köpfe und Arme und Hände
Blutrot ist des Waldes Moor am Ende
Und gerissene Münder und Augen
Im Tode verzerrt aus der Erde nun schauen

Und bis zur dritten Nacht zieht sich das Grauen
Und im Lichte der Fackeln sieht man die Frauen
Wie sie berauben die Römer und finden den Mann
Weinend den Liebsten erkannt, der nicht entrann

Es versinkt diese Nacht in Tränen und Regen und Blut
Kein Auge mehr lacht, unermesslich, gelodert die Wut

Kaum zieht der Morgennebel seine Bahn
So sind schon Wolf und Aar heran
Letzten sich am unendlich geflossenen Strom
Und totes Fleisch nun ihre Gier belohnt

Und durch die Haufen zerfetzter Leiber
Wühlen schmatzend sich Reiter
Auf Bahren tote Cherusker ziehend
Und Waffenvertrieben die Gierigen fliehen

Und so werden die Gefallenen aufgeschichtet
Und durch Flammen nass schwelenden Holzes vernichtet

Nur die Römer bleiben, genagelt an Bäume im Blutmoor zurück
Auf Altären geopfert, Stück für Stück
Ihre Schädel und Waffen Wotan dargebracht
Im heiligen Haine, im Schutze der Nacht

Und noch lange rauchen die Seelenfeuer
Durch die sich die Seele erneuert
Und weit in Walhalla droben
Noch lang die Cherusker sich lobten
Wie brav sie die Römer erzogen

⏱️ Synced Lyrics

[00:08.73] Bedrohlich, der germanische Wald
[00:12.82] Schon seit Urzeit finster und kalt
[00:16.38] Voller Tropfen, Geheimnisse und Lichter
[00:20.49] Verflochten, verwoben in tote Gesichter
[00:26.60] Es rinnt der Schweiß, es rinnt der Regen
[00:30.01] Alle Legionäre müssen alles geben
[00:32.92] Hosenlos, auf römisch Art
[00:36.42] Verschmutzt, erschöpft, doch ohne Bart
[00:42.70] Bis zu den Knien im Schlamm sie waten
[00:45.19] Sich immer enger und enger scharen
[00:47.96] Tiefe Furcht sich in ihre Kehlen schnürt
[00:52.76] Ob dem, was ein jeder hier spürt
[00:57.74] Er scheint zu leben, der beklemmende Wald
[01:02.01] Durch den durch Regen und Nebel nun nichts mehr schallt
[01:06.67] Da schlägt ein Ast, da glotzt ein Pilz
[01:11.32] Im Moor, es greift nach dir und deine Seele will's
[01:16.83] Doch Todesrascheln, sind nur Rehe vier
[01:22.54] Und so sind die Soldaten erfroren und ohne Kraft
[01:26.44] Alles durchnässt, dreie das Moor weggerafft
[01:30.41] Doch: "Semper fidelis", immer treu, so folgen sie Varus, ihrem Führer
[01:38.55] Den seinerseits Armin, der Cherusker führt
[01:45.38] Doch plötzlich des Waldes nagender Angstgefühl
[01:49.73] Verwandelt sich in Menschengewühl
[01:52.46] Als der Cherusker einen Pfiff ertönen lässt
[01:56.15] Und die Legionen stachen in ein Wespennest
[02:00.69] Aus dem Schlamm, aus den Blättern an Boden und Bäumen
[02:04.22] Aus Senken und nichts
[02:05.56] Plötzlich unendlich Germanen schäumen
[02:08.47] Ein Schrei wie von tausend Bären ertönt
[02:12.45] Der, der zu Tode erschöpften Römer Ängste nur nährt
[02:16.66] Unformiert ihr trutzes Heer, sonst zu besiegen doch sehr schwer, ist nun geschwächt
[02:23.30] Durch Waldes Tücke, der geisterhaft die Klingen zückte
[02:29.07] Und schon, vom Schwerte ergraben, der Blutstrom fließt
[02:33.53] Sich in tosendem Lärmen zu Boden ergießt
[02:37.11] Rußgeschwärzt Germani alle
[02:39.97] Bringen, getarnt hervorgestürmt den Tross zu Falle
[02:45.45] Speere und Pfeile von Bäumen und Höhen regnen
[02:48.62] Als die Reihen der Römer behende sich ebnen
[02:52.30] Doch auch schwarze Gesichter gehen nach Walhall
[02:55.05] Und Blut und Schmerz ist allüberall
[02:59.41] Es regnet Köpfe und Arme und Hände
[03:02.77] Blutrot ist des Waldes Moor am Ende
[03:06.11] Und gerissene Münder und Augen
[03:08.36] Im Tode verzerrt aus der Erde nun schauen
[03:14.58] Und bis zur dritten Nacht zieht sich das Grauen
[03:18.99] Und im Lichte der Fackeln sieht man die Frauen
[03:23.27] Wie sie berauben die Römer und finden den Mann
[03:27.80] Weinend den Liebsten erkannt, der nicht entrann
[03:33.73] Es versinkt diese Nacht in Tränen und Regen und Blut
[03:39.91] Kein Auge mehr lacht, unermesslich, gelodert die Wut
[03:47.01] Kaum zieht der Morgennebel seine Bahn
[03:50.78] So sind schon Wolf und Aar heran
[03:54.80] Letzten sich am unendlich geflossenen Strom
[03:58.05] Und totes Fleisch nun ihre Gier belohnt
[04:03.35] Und durch die Haufen zerfetzter Leiber
[04:07.15] Wühlen schmatzend sich Reiter
[04:10.45] Auf Bahren tote Cherusker ziehend
[04:13.38] Und Waffenvertrieben die Gierigen fliehen
[04:17.82] Und so werden die Gefallenen aufgeschichtet
[04:21.32] Und durch Flammen nass schwelenden Holzes vernichtet
[04:26.23] Nur die Römer bleiben, genagelt an Bäume im Blutmoor zurück
[04:31.78] Auf Altären geopfert, Stück für Stück
[04:35.73] Ihre Schädel und Waffen Wotan dargebracht
[04:39.80] Im heiligen Haine, im Schutze der Nacht
[04:45.02] Und noch lange rauchen die Seelenfeuer
[04:48.63] Durch die sich die Seele erneuert
[04:51.79] Und weit in Walhalla droben
[04:54.67] Noch lang die Cherusker sich lobten
[04:57.75] Wie brav sie die Römer erzogen
[05:00.19]

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