Die Meistersinger von Nürnberg: Act 3: "Gleich, Meister! Hier!"
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📜 Lyrics
Gleich, Meister, hier!
Die Schuh sind abgegeben
In Herrn Beckmessers Quartier
Mir war's, als rief er mich eben
Er tut, als säh' er mich nicht
Da ist er bös, wenn er nicht spricht
Ach, Meister, wollt mir verzeihn
Kann ein Lehrbub vollkommen sein?
Kenntet Ihr die Lene wie ich
Dann vergebte mir sicherlich
Sie ist so gut, so sanft für mich
Und blickt mich oft an so bitt'lich
Wenn ihr mich schlagt, streichelt sie mich
Und lächelt dabei holdselig
Muss ich verirren, bittet sie mich
Und ist in allem lieblich
Nur gestern, weil der Junker versungen
Hab ich den Kopf ihm nicht 'nachgerungen
Das schmerzte mich, und da entstand
Daß nachts einer vor dem Fenster stand
Und sagte mir: Und wie ich woll'
Da hielt ich ihm den Buckel voll
Sie geht nun da was Großes drauf an
Auch hat's unsrer Liebe gar wohlgetan
Die Lene hat mir eben alles erklärt
Und zum Fest Blumen und Bänder beschert
Ach, Meister, sprecht doch nur ein Wort!
Hätt' ich nur die Wurst und die Kuchen!
Hätt' das Gott!
Blumen und Bänder seh ich dort
Schaut hold und jugendlich aus
Wie kamen wir die ins Haus?
Ei, Meister, 's ist heut festlicher Tag
Da putzt sich jeder, so schön er mag
Wär heut Hochzeitsfest?
Ja, grenzt das so weit?
Das darf mit der Lene weit
Zwar Polterabend, denk' ich doch
Polterabend? Krieg ich's wohl noch?
Verzeiht das, Meister, ich bitt', vergeßt
Wir feiern ja heut Johannisfest
Johannisfest? Hört, was ich will!
Kannst du dein Sprüchlein? So sag es her
Meister, ich lern' längst nicht ganz gut
Da ist jetzt nichts, wenn Ihr, Meister, ist wohl Gemut
Am Jordan Sankt Johannes stand
Was?
Verzeiht das Gewirr!
Mich machte der Polterabend wirr
Am Jordan Sankt Johannes stand
All Volk der Welt zu taufen
Kam auch ein Weib aus fernem Land
Aus Nürnberg allgelaufen
Sein Söhnlein droht zum Uferrand
Geb' ihm da Tauf und Namen
Doch als sie dann sich heimgewandt
Nach Nürnberg wieder kamen
In deutschem Land gar bald sich's fand
Daß er am Ufer des so band
Johannes dort genannt
An der Pegnitz hieß der Hans
Hans, Hans, Herr, Meister!
'S ist heut ein langes Band
Weil ich an so was gemessen mag!
Der Tiedelung, sie für Euch
Die Bänder, das nun alles für Euch
Ja, hier, kauft, Meister, gern schon Kuchen
Möchtet Ihr nicht auch die Wurst versuchen?
Schönen Dank, mein Jung, behalt's für dich!
Doch heut auf die Wiese begleitest du mich
Mit Blumen und Bändern putz dich fein
Sollst mein stattlicher Herold sein
Sollt ich nicht, wie gebannt, Brautjung'r sein?
Meister, ach, Meister, Ihr müßt wieder frei'n
Hätt'st wohl gern einen Meister im Haus?
Ich mein, es sieht doch viel stattlicher aus
Wer weiß? Kommt Zeit, kommt Rat
'S ist Zeit
Dann wär der Rat wohl auch nicht weit
Gewiß! Es ging schon Rede hin und wider
Den Beckmesser, denk' ich, sängt Ihr noch nieder
Ich mein, daß der Beut sich nicht richtig macht
Wohl, höck' mit! Hab mir's auch schon gedacht
Jetzt geh und stör mir den Junker nicht
Komm wieder, wenn du schön gericht'
So war er noch nie, wenn sonst auch im Bund
Kann mir gar nicht mehr denken, wie er kniet wie im Tund
Die Schuh sind abgegeben
In Herrn Beckmessers Quartier
Mir war's, als rief er mich eben
Er tut, als säh' er mich nicht
Da ist er bös, wenn er nicht spricht
Ach, Meister, wollt mir verzeihn
Kann ein Lehrbub vollkommen sein?
Kenntet Ihr die Lene wie ich
Dann vergebte mir sicherlich
Sie ist so gut, so sanft für mich
Und blickt mich oft an so bitt'lich
Wenn ihr mich schlagt, streichelt sie mich
Und lächelt dabei holdselig
Muss ich verirren, bittet sie mich
Und ist in allem lieblich
Nur gestern, weil der Junker versungen
Hab ich den Kopf ihm nicht 'nachgerungen
Das schmerzte mich, und da entstand
Daß nachts einer vor dem Fenster stand
Und sagte mir: Und wie ich woll'
Da hielt ich ihm den Buckel voll
Sie geht nun da was Großes drauf an
Auch hat's unsrer Liebe gar wohlgetan
Die Lene hat mir eben alles erklärt
Und zum Fest Blumen und Bänder beschert
Ach, Meister, sprecht doch nur ein Wort!
Hätt' ich nur die Wurst und die Kuchen!
Hätt' das Gott!
Blumen und Bänder seh ich dort
Schaut hold und jugendlich aus
Wie kamen wir die ins Haus?
Ei, Meister, 's ist heut festlicher Tag
Da putzt sich jeder, so schön er mag
Wär heut Hochzeitsfest?
Ja, grenzt das so weit?
Das darf mit der Lene weit
Zwar Polterabend, denk' ich doch
Polterabend? Krieg ich's wohl noch?
Verzeiht das, Meister, ich bitt', vergeßt
Wir feiern ja heut Johannisfest
Johannisfest? Hört, was ich will!
Kannst du dein Sprüchlein? So sag es her
Meister, ich lern' längst nicht ganz gut
Da ist jetzt nichts, wenn Ihr, Meister, ist wohl Gemut
Am Jordan Sankt Johannes stand
Was?
Verzeiht das Gewirr!
Mich machte der Polterabend wirr
Am Jordan Sankt Johannes stand
All Volk der Welt zu taufen
Kam auch ein Weib aus fernem Land
Aus Nürnberg allgelaufen
Sein Söhnlein droht zum Uferrand
Geb' ihm da Tauf und Namen
Doch als sie dann sich heimgewandt
Nach Nürnberg wieder kamen
In deutschem Land gar bald sich's fand
Daß er am Ufer des so band
Johannes dort genannt
An der Pegnitz hieß der Hans
Hans, Hans, Herr, Meister!
'S ist heut ein langes Band
Weil ich an so was gemessen mag!
Der Tiedelung, sie für Euch
Die Bänder, das nun alles für Euch
Ja, hier, kauft, Meister, gern schon Kuchen
Möchtet Ihr nicht auch die Wurst versuchen?
Schönen Dank, mein Jung, behalt's für dich!
Doch heut auf die Wiese begleitest du mich
Mit Blumen und Bändern putz dich fein
Sollst mein stattlicher Herold sein
Sollt ich nicht, wie gebannt, Brautjung'r sein?
Meister, ach, Meister, Ihr müßt wieder frei'n
Hätt'st wohl gern einen Meister im Haus?
Ich mein, es sieht doch viel stattlicher aus
Wer weiß? Kommt Zeit, kommt Rat
'S ist Zeit
Dann wär der Rat wohl auch nicht weit
Gewiß! Es ging schon Rede hin und wider
Den Beckmesser, denk' ich, sängt Ihr noch nieder
Ich mein, daß der Beut sich nicht richtig macht
Wohl, höck' mit! Hab mir's auch schon gedacht
Jetzt geh und stör mir den Junker nicht
Komm wieder, wenn du schön gericht'
So war er noch nie, wenn sonst auch im Bund
Kann mir gar nicht mehr denken, wie er kniet wie im Tund