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Herr Heinerich

👤 Faun 🎼 Buch der Balladen ⏱️ 7:20
🎵 2376 characters
⏱️ 7:20 duration
🆔 ID: 2616090

📜 Lyrics

Wenn einer um eine Fraue freit
Der braucht der Dinge drei
Ein offen Herz, ein Säcklein Gold
Und hohen Mut dabei

Herr Heinrich, er reitet im tiefen Wald
Trinkt Wasser statt kühlem Wein
Wohl sieben Meilen vor der Stadt
Denkt an die Liebste sein

Er jagt den Hirsch von Berg zu Tal
Er treibt ihn vor sich her
Hart fliegt sein heller Eschenspeer
Bringt jäh das Wild zu Fall

Er trägt die Beute in sein Haus
Sein Herz ist freudenvoll
Er setzet sich zum Mahle
Es wurde finstere Nacht

Da fängt der Hund zu heulen an
Schmiegt sich an Herr Heinrichs Knie
Es tritt ein Trollweib in den Saal
Ein graues, grausiges Ding

Elf Ellen hoch ihr Riesenrumpf
Zwei Säue breit ihr Leib
"Bedecket euch, Dame", Herr Heinrich ruft
"Nehmt meinen Mantel als Kleid"

Die Zähne wie ein Zaun im Moos
Die Nase wie ein Baum
Kein Ding auf Erden, das ihr gleicht
Es sei denn der Höllengeist

"Schafft frisches Fleisch, Herr Heinerich
Schafft frisches Fleisch herbei"
"Sagt an, wo gibt es Fleisch im Haus
Das euch willkommen sei?"
"So schlachtet euer braunes Ross
Und bringt es her zu mir"

Er schlachtete das braune Ross
Das Herz ward ihm so schwer
Sie schlang es in ihr Maul hinein
Kein Knochen blieb zurück

"Mehr Fleisch, mehr Fleisch, Herr Heinerich
Mehr Fleisch schafft mir herbei"
"Sagt an, wo gibt es Fleisch im Haus
Das euch willkommen sei?"
"So schlachtet euern guten Hund
Und bringt ihn her zu mir"

Er schlachtete den guten Hund
Das Herz ward ihm so schwer
Sie schlang ihn in ihr Maul hinein
Kein Knochen blieb zurück

"Ein Bett, ein Bett, Herr Heinerich
Ein Bett schafft mir herbei
Ein Lager weich von Heidekraut
Soll unser Brautbett sein"

Er rupft und zupft das Heidekraut
Bereitet ein Lager fein
Er breitet seinen Mantel darauf
Die Hexe legt sich hinein

"Legt ab eure Kleider, Herr Heinerich
Und legt euch mir zur Seit"
"Gott sei davor", Herr Heinrich spricht
"Dass jemals das geschieht
Dass ich mit einem Höllengeist
Des Nachts mein Lager teil"

Die Nacht verging, der Tag war da
Die Sonne durchs Fenster sah
Die schönste Frau im ganzen Land
Lag zwischen ihm und der Wand

"Ein guter Tag", Herr Heinrich spricht
"O dass er doch immer so blieb"
Darauf die schöne Fraue:
"Er währt bis an euer End

Gar manchen Ritter fing ich mir
Ein jeder hat versagt
Ihr seid der erste, der mit mir schlief
Die liebe lange Nacht"

Ihr seid der erste, der mit mir schlief
Die liebe lange Nacht"

⏱️ Synced Lyrics

[00:07.23] Wenn einer um eine Fraue freit
[00:10.99] Der braucht der Dinge drei
[00:14.45] Ein offen Herz, ein Säcklein Gold
[00:18.49] Und hohen Mut dabei
[00:22.02] Herr Heinrich, er reitet im tiefen Wald
[00:25.65] Trinkt Wasser statt kühlem Wein
[00:29.28] Wohl sieben Meilen vor der Stadt
[00:33.25] Denkt an die Liebste sein
[00:36.64] Er jagt den Hirsch von Berg zu Tal
[00:40.44] Er treibt ihn vor sich her
[00:44.18] Hart fliegt sein heller Eschenspeer
[00:47.95] Bringt jäh das Wild zu Fall
[00:51.66] Er trägt die Beute in sein Haus
[00:55.48] Sein Herz ist freudenvoll
[00:59.03] Er setzet sich zum Mahle
[01:02.91] Es wurde finstere Nacht
[01:08.32] Da fängt der Hund zu heulen an
[01:12.15] Schmiegt sich an Herr Heinrichs Knie
[01:15.57] Es tritt ein Trollweib in den Saal
[01:19.42] Ein graues, grausiges Ding
[01:22.52]
[01:54.72] Elf Ellen hoch ihr Riesenrumpf
[01:58.43] Zwei Säue breit ihr Leib
[02:02.12] "Bedecket euch, Dame", Herr Heinrich ruft
[02:06.08] "Nehmt meinen Mantel als Kleid"
[02:11.22] Die Zähne wie ein Zaun im Moos
[02:15.34] Die Nase wie ein Baum
[02:18.63] Kein Ding auf Erden, das ihr gleicht
[02:22.88] Es sei denn der Höllengeist
[02:28.06] "Schafft frisches Fleisch, Herr Heinerich
[02:32.09] Schafft frisches Fleisch herbei"
[02:35.45] "Sagt an, wo gibt es Fleisch im Haus
[02:39.39] Das euch willkommen sei?"
[02:42.87] "So schlachtet euer braunes Ross
[02:46.78] Und bringt es her zu mir"
[02:52.28] Er schlachtete das braune Ross
[02:55.91] Das Herz ward ihm so schwer
[02:59.73] Sie schlang es in ihr Maul hinein
[03:03.38] Kein Knochen blieb zurück
[03:08.86] "Mehr Fleisch, mehr Fleisch, Herr Heinerich
[03:12.76] Mehr Fleisch schafft mir herbei"
[03:16.22] "Sagt an, wo gibt es Fleisch im Haus
[03:20.14] Das euch willkommen sei?"
[03:23.72] "So schlachtet euern guten Hund
[03:27.68] Und bringt ihn her zu mir"
[03:33.22] Er schlachtete den guten Hund
[03:36.85] Das Herz ward ihm so schwer
[03:40.48] Sie schlang ihn in ihr Maul hinein
[03:44.14] Kein Knochen blieb zurück
[03:49.99] "Ein Bett, ein Bett, Herr Heinerich
[03:53.55] Ein Bett schafft mir herbei
[03:57.37] Ein Lager weich von Heidekraut
[04:01.01] Soll unser Brautbett sein"
[04:04.99]
[04:36.38] Er rupft und zupft das Heidekraut
[04:39.98] Bereitet ein Lager fein
[04:43.59] Er breitet seinen Mantel darauf
[04:47.42] Die Hexe legt sich hinein
[04:52.61] "Legt ab eure Kleider, Herr Heinerich
[04:56.73] Und legt euch mir zur Seit"
[05:00.60] "Gott sei davor", Herr Heinrich spricht
[05:04.17] "Dass jemals das geschieht
[05:07.72] Dass ich mit einem Höllengeist
[05:11.54] Des Nachts mein Lager teil"
[05:15.20]
[06:19.86] Die Nacht verging, der Tag war da
[06:24.11] Die Sonne durchs Fenster sah
[06:27.21] Die schönste Frau im ganzen Land
[06:31.14] Lag zwischen ihm und der Wand
[06:34.71] "Ein guter Tag", Herr Heinrich spricht
[06:38.75] "O dass er doch immer so blieb"
[06:42.23] Darauf die schöne Fraue:
[06:46.37] "Er währt bis an euer End
[06:49.71] Gar manchen Ritter fing ich mir
[06:53.64] Ein jeder hat versagt
[06:57.12] Ihr seid der erste, der mit mir schlief
[07:00.94] Die liebe lange Nacht"
[07:04.41] Ihr seid der erste, der mit mir schlief
[07:08.24] Die liebe lange Nacht"
[07:13.98]

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