Kaspar
🎵 2017 characters
⏱️ 4:31 duration
🆔 ID: 2934742
📜 Lyrics
Sie sagten, er käme von Nürnberg her
Und er spräche kein Wort
Auf dem Marktplatz standen sie um ihn her
Und begafften ihn dort
Die einen raunten: "Er ist ein Tier"
Die andern fragten: "Was will er hier?"
Und dass er sich zum Teufel schert
So jagt ihn doch fort
So jagt ihn doch fort
Sein Haar in Strähnen wirre
Sein Gang war gebeugt
Kein Zweifel, dieser Irre
Ward vom Teufel gezeugt
Der Pfarrer reichte ihm einen Krug
Voll Milch, der sog in einem Zug
Er trinkt nicht vom Geschirre
Den hat die Wölfin gesäugt
Den hat die Wölfin gesäugt
Mein Vater, der in unsrem Orte
Schulmeister war
Trat zu ihm hin, trotz böser Worte
Rings aus der Schar
Er sprach zu ihm ganz ruhig, und
Der Stumme öffnete den Mund
Und stammelte die Worte
"Heiße Kaspar"
"Heiße Kaspar"
Mein Vater brachte ihn ins Haus
"Heiße Kaspar"
Meine Mutter wusch seine Kleider aus
Und schnitt ihm das Haar
Sprechen lehrte mein Vater ihn
Lesen und schreiben und es schien
Was man ihn lehrte, sog er auf
Wie gierig er war
Wie gierig er war
Zur Schule gehörte derzeit noch
Das Üttinger Feld
Kaspar und ich, wir pflügten zu zweit
Bald war alles bestellt
Wir hegten, pflegten jeden Keim
Brachten im Herbst die Ernte ein
Von den Leuten vermaledeit
Von deren Hunden verbellt
Und von den Hunden verbellt
Ein Wintertag, der Schnee lag frisch
Es war Januar
Meine Mutter rief uns
"Kommt zu Tisch, das Essen ist gar"
Mein Vater sagte: "Appetit"
Ich wartete auf Kaspars Schritt
Mein Vater fragte mürrisch
"Wo bleibt Kaspar?"
"Wo bleibt Kaspar?"
Wir suchten ihn und fanden ihn
Auf dem Pfad bei dem Feld
Der Neuschnee wehte über ihn
Sein Gesicht war entstellt
Die Augen angstvoll aufgerissen
Sein Hemd war blutig und zerrissen
Erstochen hatten sie ihn
Dort am Üttinger Feld
Dort am Üttinger Feld
Der Polizeirat aus der Stadt
Füllte ein Formular
Gott nehm ihn hin in seiner Gnad
Sagte der Herr Vikar
Das Üttinger Feld liegt lang schon brach
Nur manchmal bellen mir noch Hunde nach
Dann streu ich Blumen auf den Pfad
Für Kaspar, für Kaspar
Und er spräche kein Wort
Auf dem Marktplatz standen sie um ihn her
Und begafften ihn dort
Die einen raunten: "Er ist ein Tier"
Die andern fragten: "Was will er hier?"
Und dass er sich zum Teufel schert
So jagt ihn doch fort
So jagt ihn doch fort
Sein Haar in Strähnen wirre
Sein Gang war gebeugt
Kein Zweifel, dieser Irre
Ward vom Teufel gezeugt
Der Pfarrer reichte ihm einen Krug
Voll Milch, der sog in einem Zug
Er trinkt nicht vom Geschirre
Den hat die Wölfin gesäugt
Den hat die Wölfin gesäugt
Mein Vater, der in unsrem Orte
Schulmeister war
Trat zu ihm hin, trotz böser Worte
Rings aus der Schar
Er sprach zu ihm ganz ruhig, und
Der Stumme öffnete den Mund
Und stammelte die Worte
"Heiße Kaspar"
"Heiße Kaspar"
Mein Vater brachte ihn ins Haus
"Heiße Kaspar"
Meine Mutter wusch seine Kleider aus
Und schnitt ihm das Haar
Sprechen lehrte mein Vater ihn
Lesen und schreiben und es schien
Was man ihn lehrte, sog er auf
Wie gierig er war
Wie gierig er war
Zur Schule gehörte derzeit noch
Das Üttinger Feld
Kaspar und ich, wir pflügten zu zweit
Bald war alles bestellt
Wir hegten, pflegten jeden Keim
Brachten im Herbst die Ernte ein
Von den Leuten vermaledeit
Von deren Hunden verbellt
Und von den Hunden verbellt
Ein Wintertag, der Schnee lag frisch
Es war Januar
Meine Mutter rief uns
"Kommt zu Tisch, das Essen ist gar"
Mein Vater sagte: "Appetit"
Ich wartete auf Kaspars Schritt
Mein Vater fragte mürrisch
"Wo bleibt Kaspar?"
"Wo bleibt Kaspar?"
Wir suchten ihn und fanden ihn
Auf dem Pfad bei dem Feld
Der Neuschnee wehte über ihn
Sein Gesicht war entstellt
Die Augen angstvoll aufgerissen
Sein Hemd war blutig und zerrissen
Erstochen hatten sie ihn
Dort am Üttinger Feld
Dort am Üttinger Feld
Der Polizeirat aus der Stadt
Füllte ein Formular
Gott nehm ihn hin in seiner Gnad
Sagte der Herr Vikar
Das Üttinger Feld liegt lang schon brach
Nur manchmal bellen mir noch Hunde nach
Dann streu ich Blumen auf den Pfad
Für Kaspar, für Kaspar
⏱️ Synced Lyrics
[00:08.84] Sie sagten, er käme von Nürnberg her
[00:12.14] Und er spräche kein Wort
[00:15.78] Auf dem Marktplatz standen sie um ihn her
[00:19.14] Und begafften ihn dort
[00:23.01] Die einen raunten: "Er ist ein Tier"
[00:26.57] Die andern fragten: "Was will er hier?"
[00:29.82] Und dass er sich zum Teufel schert
[00:33.33] So jagt ihn doch fort
[00:36.94] So jagt ihn doch fort
[00:40.66] Sein Haar in Strähnen wirre
[00:43.97] Sein Gang war gebeugt
[00:47.59] Kein Zweifel, dieser Irre
[00:50.68] Ward vom Teufel gezeugt
[00:54.42] Der Pfarrer reichte ihm einen Krug
[00:57.62] Voll Milch, der sog in einem Zug
[01:01.58] Er trinkt nicht vom Geschirre
[01:04.58] Den hat die Wölfin gesäugt
[01:08.10] Den hat die Wölfin gesäugt
[01:12.01] Mein Vater, der in unsrem Orte
[01:15.86] Schulmeister war
[01:19.33] Trat zu ihm hin, trotz böser Worte
[01:22.76] Rings aus der Schar
[01:26.12] Er sprach zu ihm ganz ruhig, und
[01:29.55] Der Stumme öffnete den Mund
[01:33.05] Und stammelte die Worte
[01:36.28] "Heiße Kaspar"
[01:39.87] "Heiße Kaspar"
[01:43.66] Mein Vater brachte ihn ins Haus
[01:46.87] "Heiße Kaspar"
[01:50.76] Meine Mutter wusch seine Kleider aus
[01:54.02] Und schnitt ihm das Haar
[01:57.91] Sprechen lehrte mein Vater ihn
[02:01.75] Lesen und schreiben und es schien
[02:04.64] Was man ihn lehrte, sog er auf
[02:08.19] Wie gierig er war
[02:12.05] Wie gierig er war
[02:15.49] Zur Schule gehörte derzeit noch
[02:18.82] Das Üttinger Feld
[02:22.78] Kaspar und ich, wir pflügten zu zweit
[02:25.94] Bald war alles bestellt
[02:29.68] Wir hegten, pflegten jeden Keim
[02:33.35] Brachten im Herbst die Ernte ein
[02:36.43] Von den Leuten vermaledeit
[02:39.57] Von deren Hunden verbellt
[02:43.37] Und von den Hunden verbellt
[02:47.45] Ein Wintertag, der Schnee lag frisch
[02:50.56] Es war Januar
[02:54.26] Meine Mutter rief uns
[02:56.45] "Kommt zu Tisch, das Essen ist gar"
[03:01.46] Mein Vater sagte: "Appetit"
[03:05.42] Ich wartete auf Kaspars Schritt
[03:08.39] Mein Vater fragte mürrisch
[03:11.43] "Wo bleibt Kaspar?"
[03:14.95] "Wo bleibt Kaspar?"
[03:19.14] Wir suchten ihn und fanden ihn
[03:22.48] Auf dem Pfad bei dem Feld
[03:25.93] Der Neuschnee wehte über ihn
[03:29.22] Sein Gesicht war entstellt
[03:32.94] Die Augen angstvoll aufgerissen
[03:36.60] Sein Hemd war blutig und zerrissen
[03:40.38] Erstochen hatten sie ihn
[03:43.27] Dort am Üttinger Feld
[03:46.82] Dort am Üttinger Feld
[03:50.73] Der Polizeirat aus der Stadt
[03:54.12] Füllte ein Formular
[03:57.91] Gott nehm ihn hin in seiner Gnad
[04:01.29] Sagte der Herr Vikar
[04:05.01] Das Üttinger Feld liegt lang schon brach
[04:08.43] Nur manchmal bellen mir noch Hunde nach
[04:11.97] Dann streu ich Blumen auf den Pfad
[04:15.55] Für Kaspar, für Kaspar
[04:20.42]
[00:12.14] Und er spräche kein Wort
[00:15.78] Auf dem Marktplatz standen sie um ihn her
[00:19.14] Und begafften ihn dort
[00:23.01] Die einen raunten: "Er ist ein Tier"
[00:26.57] Die andern fragten: "Was will er hier?"
[00:29.82] Und dass er sich zum Teufel schert
[00:33.33] So jagt ihn doch fort
[00:36.94] So jagt ihn doch fort
[00:40.66] Sein Haar in Strähnen wirre
[00:43.97] Sein Gang war gebeugt
[00:47.59] Kein Zweifel, dieser Irre
[00:50.68] Ward vom Teufel gezeugt
[00:54.42] Der Pfarrer reichte ihm einen Krug
[00:57.62] Voll Milch, der sog in einem Zug
[01:01.58] Er trinkt nicht vom Geschirre
[01:04.58] Den hat die Wölfin gesäugt
[01:08.10] Den hat die Wölfin gesäugt
[01:12.01] Mein Vater, der in unsrem Orte
[01:15.86] Schulmeister war
[01:19.33] Trat zu ihm hin, trotz böser Worte
[01:22.76] Rings aus der Schar
[01:26.12] Er sprach zu ihm ganz ruhig, und
[01:29.55] Der Stumme öffnete den Mund
[01:33.05] Und stammelte die Worte
[01:36.28] "Heiße Kaspar"
[01:39.87] "Heiße Kaspar"
[01:43.66] Mein Vater brachte ihn ins Haus
[01:46.87] "Heiße Kaspar"
[01:50.76] Meine Mutter wusch seine Kleider aus
[01:54.02] Und schnitt ihm das Haar
[01:57.91] Sprechen lehrte mein Vater ihn
[02:01.75] Lesen und schreiben und es schien
[02:04.64] Was man ihn lehrte, sog er auf
[02:08.19] Wie gierig er war
[02:12.05] Wie gierig er war
[02:15.49] Zur Schule gehörte derzeit noch
[02:18.82] Das Üttinger Feld
[02:22.78] Kaspar und ich, wir pflügten zu zweit
[02:25.94] Bald war alles bestellt
[02:29.68] Wir hegten, pflegten jeden Keim
[02:33.35] Brachten im Herbst die Ernte ein
[02:36.43] Von den Leuten vermaledeit
[02:39.57] Von deren Hunden verbellt
[02:43.37] Und von den Hunden verbellt
[02:47.45] Ein Wintertag, der Schnee lag frisch
[02:50.56] Es war Januar
[02:54.26] Meine Mutter rief uns
[02:56.45] "Kommt zu Tisch, das Essen ist gar"
[03:01.46] Mein Vater sagte: "Appetit"
[03:05.42] Ich wartete auf Kaspars Schritt
[03:08.39] Mein Vater fragte mürrisch
[03:11.43] "Wo bleibt Kaspar?"
[03:14.95] "Wo bleibt Kaspar?"
[03:19.14] Wir suchten ihn und fanden ihn
[03:22.48] Auf dem Pfad bei dem Feld
[03:25.93] Der Neuschnee wehte über ihn
[03:29.22] Sein Gesicht war entstellt
[03:32.94] Die Augen angstvoll aufgerissen
[03:36.60] Sein Hemd war blutig und zerrissen
[03:40.38] Erstochen hatten sie ihn
[03:43.27] Dort am Üttinger Feld
[03:46.82] Dort am Üttinger Feld
[03:50.73] Der Polizeirat aus der Stadt
[03:54.12] Füllte ein Formular
[03:57.91] Gott nehm ihn hin in seiner Gnad
[04:01.29] Sagte der Herr Vikar
[04:05.01] Das Üttinger Feld liegt lang schon brach
[04:08.43] Nur manchmal bellen mir noch Hunde nach
[04:11.97] Dann streu ich Blumen auf den Pfad
[04:15.55] Für Kaspar, für Kaspar
[04:20.42]