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Neun … und vorbei

👤 Reinhard Mey 🎼 Starportrait 2: Welch ein Geschenk ist ein Lied ⏱️ 3:11
🎵 1713 characters
⏱️ 3:11 duration
🆔 ID: 2937841

📜 Lyrics

Ein Lichtfleck von acht Seilen begrenzt
Dahinter lauert die Nacht
Und ein zehntausendäugiges Gespenst
Das jeden deiner Schritte überwacht
Zehntausend Augen die sehen wollen
Wie lange du dich noch hältst
Fünftausend Münder, die schreien wollen
Wenn du endlich zu Boden fällst

In der ersten Reihe, du siehst es nicht
Steckt sich ein dicker Mann
Eine lange Zigarre in sein Gesicht
Und dann saugt er genüsslich daran
Du siehst deinen Gegner nur vor dir steh'n
Der weiß längst, wie erledigt du bist
Und du kannst aus geschwollenen Augen seh'n
Wer von euch der stärkere ist

Du tänzelst unsicher, du deckst dich nicht mehr
Und diesmal trifft er dich gut
Und alles dreht sich wie wild ringsumher
Und du schmeckst auf deinen Lippen dein Blut
Und zum ersten Mal spürst du den Geruch
Von Schweiß und Bier, du atmest tief
Und irgendwer reicht dir ein nasses Tuch
Und du denkst, dir wird schlecht von dem Mief

Du hörst Frauen kreischen und Männer schrei'n
Und du hoffst, du bist endlich besiegt
Denn selbst ein Raubtier lässt seinen Todfeind sein
Wenn er hilflos am Boden liegt
Den Mann, der bis neun zählt, den hörst du bis drei
Pfeifen, Getrampel, Gestampf
Zwei tragen dich raus, zu Ende, vorbei
Ring frei für den nächsten Kampf!

In der Garderobe kommst du vielleicht wieder zu dir
Und betastest dein zerschlag'nes Gesicht
Vielleicht auch nicht, nun, das liegt an dir
Ob du zäh genug bist oder nicht
Vielleicht hast du Glück und dein Arzt ist geschickt
Und vollbringt an dir kunstgerecht
Ein medizinisches Wunder und flickt
Dich halbwegs wieder zurecht

Ein Lichtfleck von acht Seilen umsäumt
Lampen, die grelles Licht streu'n
Ein für allemal ausgeträumt
Vier, fünf, sechs, sieben, acht - neun!

⏱️ Synced Lyrics

[00:07.20] Ein Lichtfleck von acht Seilen begrenzt
[00:12.10] Dahinter lauert die Nacht
[00:15.16] Und ein zehntausendäugiges Gespenst
[00:19.18] Das jeden deiner Schritte überwacht
[00:23.97] Zehntausend Augen die sehen wollen
[00:27.22] Wie lange du dich noch hältst
[00:31.62] Fünftausend Münder, die schreien wollen
[00:35.08] Wenn du endlich zu Boden fällst
[00:40.56] In der ersten Reihe, du siehst es nicht
[00:45.14] Steckt sich ein dicker Mann
[00:48.17] Eine lange Zigarre in sein Gesicht
[00:52.41] Und dann saugt er genüsslich daran
[00:56.36] Du siehst deinen Gegner nur vor dir steh'n
[00:59.98] Der weiß längst, wie erledigt du bist
[01:03.86] Und du kannst aus geschwollenen Augen seh'n
[01:07.45] Wer von euch der stärkere ist
[01:13.13] Du tänzelst unsicher, du deckst dich nicht mehr
[01:17.34] Und diesmal trifft er dich gut
[01:20.41] Und alles dreht sich wie wild ringsumher
[01:24.09] Und du schmeckst auf deinen Lippen dein Blut
[01:28.04] Und zum ersten Mal spürst du den Geruch
[01:31.50] Von Schweiß und Bier, du atmest tief
[01:35.14] Und irgendwer reicht dir ein nasses Tuch
[01:38.38] Und du denkst, dir wird schlecht von dem Mief
[01:44.32] Du hörst Frauen kreischen und Männer schrei'n
[01:47.87] Und du hoffst, du bist endlich besiegt
[01:51.16] Denn selbst ein Raubtier lässt seinen Todfeind sein
[01:55.16] Wenn er hilflos am Boden liegt
[01:59.03] Den Mann, der bis neun zählt, den hörst du bis drei
[02:02.76] Pfeifen, Getrampel, Gestampf
[02:06.53] Zwei tragen dich raus, zu Ende, vorbei
[02:09.82] Ring frei für den nächsten Kampf!
[02:15.24] In der Garderobe kommst du vielleicht wieder zu dir
[02:19.00] Und betastest dein zerschlag'nes Gesicht
[02:23.50] Vielleicht auch nicht, nun, das liegt an dir
[02:26.22] Ob du zäh genug bist oder nicht
[02:30.02] Vielleicht hast du Glück und dein Arzt ist geschickt
[02:33.43] Und vollbringt an dir kunstgerecht
[02:37.30] Ein medizinisches Wunder und flickt
[02:40.99] Dich halbwegs wieder zurecht
[02:46.58] Ein Lichtfleck von acht Seilen umsäumt
[02:50.56] Lampen, die grelles Licht streu'n
[02:54.31] Ein für allemal ausgeträumt
[02:57.13] Vier, fünf, sechs, sieben, acht - neun!
[03:05.25]

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