Mein Land
🎵 2146 characters
⏱️ 5:02 duration
🆔 ID: 6794160
📜 Lyrics
Mein dunkles Land der Opfer und der Täter
Ich trage einen Teil von deiner Schuld
Land der Verratenen und der Verräter
Ich übe mit dir Demut und Geduld
Mein graues Land, das bitter und geschunden
Sich selbst verneint bis zur Erbärmlichkeit
Ich leide mit dir und an deinen Wunden
Und weiss, die heilen auch nicht mit der Zeit
Mein helles Land der mutigen und stillen
Aufrechten, unerkannt und ungenannt
Ich finde mich in deinem Freiheitswillen
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein schweres Land
Du übst das wohlgefällige Betragen
Den eifrigen Gehorsam: auf die Knie!
Das eine denken und das andere sagen
Und betteln um ein bisschen Sympathie
Und deine Herren dienen wie besessen
Damit man ihnen die Zerknirschung glaubt
Sie haben schon so lang Kreide gefressen
Dass es, wenn sie das Maul aufmachen, staubt
Und die, für die zu sprechen sie vorgeben
Stehen ungefragt und übersehen am Rand
Und halten dich mit ihrem Mut am Leben
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein stummes Land
Wie Erdklumpen an meine Sohlen haften
Mir deine Bilder an, störend und schwer
Die lange versprochenen blühenden Landschaften
Gähnen brach vor einem Ruinenmeer
Von Glücksrittern, Piraten, Tagedieben
Verschaukelt und verladen und versetzt
Nur die Bestohlenen sind zurückgeblieben
Die letzten, die beißen die Hunde jetzt
Vergessen und verraten und verfallen
Gestrandet und verloren am Imbissstand
Und Automaten dudeln aus Spielhallen
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein armes Land
Ich bin, wie ich bin, eines deiner Kinder
Wir beide haben uns nicht ausgesucht
Du hast mich oft geschulmeistert, nicht minder
Oft habe ich deine Heuchelei verflucht
Ich kann dich nicht, die Hand aufs Herz, ansingen
Den Blick zur Fahne, und ein Wort wie stolz
Kann ich mir auch mit Mühe nicht abringen -
Dummheit und Stolz sind aus demselben Holz!
Ich hänge an den Menschen, die hier leben
An Orten, an mancher Begebenheit
Um die meine Erinnerungen sich weben
An deiner Schwermut, deiner Sprödigkeit
Ich hänge an dir und bin in deinen Brüchen
Im Guten wie im Schlechten dir verwandt
Ich bin dein Kind in deinen Widersprüchen
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein Land
Ich trage einen Teil von deiner Schuld
Land der Verratenen und der Verräter
Ich übe mit dir Demut und Geduld
Mein graues Land, das bitter und geschunden
Sich selbst verneint bis zur Erbärmlichkeit
Ich leide mit dir und an deinen Wunden
Und weiss, die heilen auch nicht mit der Zeit
Mein helles Land der mutigen und stillen
Aufrechten, unerkannt und ungenannt
Ich finde mich in deinem Freiheitswillen
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein schweres Land
Du übst das wohlgefällige Betragen
Den eifrigen Gehorsam: auf die Knie!
Das eine denken und das andere sagen
Und betteln um ein bisschen Sympathie
Und deine Herren dienen wie besessen
Damit man ihnen die Zerknirschung glaubt
Sie haben schon so lang Kreide gefressen
Dass es, wenn sie das Maul aufmachen, staubt
Und die, für die zu sprechen sie vorgeben
Stehen ungefragt und übersehen am Rand
Und halten dich mit ihrem Mut am Leben
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein stummes Land
Wie Erdklumpen an meine Sohlen haften
Mir deine Bilder an, störend und schwer
Die lange versprochenen blühenden Landschaften
Gähnen brach vor einem Ruinenmeer
Von Glücksrittern, Piraten, Tagedieben
Verschaukelt und verladen und versetzt
Nur die Bestohlenen sind zurückgeblieben
Die letzten, die beißen die Hunde jetzt
Vergessen und verraten und verfallen
Gestrandet und verloren am Imbissstand
Und Automaten dudeln aus Spielhallen
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein armes Land
Ich bin, wie ich bin, eines deiner Kinder
Wir beide haben uns nicht ausgesucht
Du hast mich oft geschulmeistert, nicht minder
Oft habe ich deine Heuchelei verflucht
Ich kann dich nicht, die Hand aufs Herz, ansingen
Den Blick zur Fahne, und ein Wort wie stolz
Kann ich mir auch mit Mühe nicht abringen -
Dummheit und Stolz sind aus demselben Holz!
Ich hänge an den Menschen, die hier leben
An Orten, an mancher Begebenheit
Um die meine Erinnerungen sich weben
An deiner Schwermut, deiner Sprödigkeit
Ich hänge an dir und bin in deinen Brüchen
Im Guten wie im Schlechten dir verwandt
Ich bin dein Kind in deinen Widersprüchen
Mein Mutterland, mein Vaterland, mein Land
⏱️ Synced Lyrics
[00:00.82] Mein dunkles Land der Opfer und der Täter
[00:04.53] Ich trage einen Teil von deiner Schuld
[00:09.94] Land der Verratenen und der Verräter
[00:15.34] Ich übe mit dir Demut und Geduld
[00:19.81] Mein graues Land, das bitter und geschunden
[00:24.46] Sich selbst verneint bis zur Erbärmlichkeit
[00:29.88] Ich leide mit dir und an deinen Wunden
[00:35.26] Und weiss, die heilen auch nicht mit der Zeit
[00:40.69] Mein helles Land der mutigen und stillen
[00:44.37] Aufrechten, unerkannt und ungenannt
[00:49.75] Ich finde mich in deinem Freiheitswillen
[00:56.08] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein schweres Land
[01:03.34] Du übst das wohlgefällige Betragen
[01:15.02] Den eifrigen Gehorsam: auf die Knie!
[01:20.42] Das eine denken und das andere sagen
[01:25.08] Und betteln um ein bisschen Sympathie
[01:31.37] Und deine Herren dienen wie besessen
[01:35.84] Damit man ihnen die Zerknirschung glaubt
[01:39.46] Sie haben schon so lang Kreide gefressen
[01:45.85] Dass es, wenn sie das Maul aufmachen, staubt
[01:51.24] Und die, für die zu sprechen sie vorgeben
[01:55.70] Stehen ungefragt und übersehen am Rand
[02:02.16] Und halten dich mit ihrem Mut am Leben
[02:06.61] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein stummes Land
[02:19.27] Wie Erdklumpen an meine Sohlen haften
[02:24.73] Mir deine Bilder an, störend und schwer
[02:30.18] Die lange versprochenen blühenden Landschaften
[02:34.61] Gähnen brach vor einem Ruinenmeer
[02:40.14] Von Glücksrittern, Piraten, Tagedieben
[02:45.52] Verschaukelt und verladen und versetzt
[02:49.11] Nur die Bestohlenen sind zurückgeblieben
[02:54.56] Die letzten, die beißen die Hunde jetzt
[03:00.06] Vergessen und verraten und verfallen
[03:03.65] Gestrandet und verloren am Imbissstand
[03:09.01] Und Automaten dudeln aus Spielhallen
[03:15.47] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein armes Land
[03:22.62] Ich bin, wie ich bin, eines deiner Kinder
[03:34.39] Wir beide haben uns nicht ausgesucht
[03:39.83] Du hast mich oft geschulmeistert, nicht minder
[03:45.22] Oft habe ich deine Heuchelei verflucht
[03:50.67] Ich kann dich nicht, die Hand aufs Herz, ansingen
[03:55.29] Den Blick zur Fahne, und ein Wort wie stolz
[03:59.70] Kann ich mir auch mit Mühe nicht abringen -
[04:04.21] Dummheit und Stolz sind aus demselben Holz!
[04:09.62] Ich hänge an den Menschen, die hier leben
[04:14.22] An Orten, an mancher Begebenheit
[04:19.60] Um die meine Erinnerungen sich weben
[04:25.19] An deiner Schwermut, deiner Sprödigkeit
[04:30.57] Ich hänge an dir und bin in deinen Brüchen
[04:35.16] Im Guten wie im Schlechten dir verwandt
[04:40.54] Ich bin dein Kind in deinen Widersprüchen
[04:45.01] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein Land
[05:01.67]
[00:04.53] Ich trage einen Teil von deiner Schuld
[00:09.94] Land der Verratenen und der Verräter
[00:15.34] Ich übe mit dir Demut und Geduld
[00:19.81] Mein graues Land, das bitter und geschunden
[00:24.46] Sich selbst verneint bis zur Erbärmlichkeit
[00:29.88] Ich leide mit dir und an deinen Wunden
[00:35.26] Und weiss, die heilen auch nicht mit der Zeit
[00:40.69] Mein helles Land der mutigen und stillen
[00:44.37] Aufrechten, unerkannt und ungenannt
[00:49.75] Ich finde mich in deinem Freiheitswillen
[00:56.08] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein schweres Land
[01:03.34] Du übst das wohlgefällige Betragen
[01:15.02] Den eifrigen Gehorsam: auf die Knie!
[01:20.42] Das eine denken und das andere sagen
[01:25.08] Und betteln um ein bisschen Sympathie
[01:31.37] Und deine Herren dienen wie besessen
[01:35.84] Damit man ihnen die Zerknirschung glaubt
[01:39.46] Sie haben schon so lang Kreide gefressen
[01:45.85] Dass es, wenn sie das Maul aufmachen, staubt
[01:51.24] Und die, für die zu sprechen sie vorgeben
[01:55.70] Stehen ungefragt und übersehen am Rand
[02:02.16] Und halten dich mit ihrem Mut am Leben
[02:06.61] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein stummes Land
[02:19.27] Wie Erdklumpen an meine Sohlen haften
[02:24.73] Mir deine Bilder an, störend und schwer
[02:30.18] Die lange versprochenen blühenden Landschaften
[02:34.61] Gähnen brach vor einem Ruinenmeer
[02:40.14] Von Glücksrittern, Piraten, Tagedieben
[02:45.52] Verschaukelt und verladen und versetzt
[02:49.11] Nur die Bestohlenen sind zurückgeblieben
[02:54.56] Die letzten, die beißen die Hunde jetzt
[03:00.06] Vergessen und verraten und verfallen
[03:03.65] Gestrandet und verloren am Imbissstand
[03:09.01] Und Automaten dudeln aus Spielhallen
[03:15.47] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein armes Land
[03:22.62] Ich bin, wie ich bin, eines deiner Kinder
[03:34.39] Wir beide haben uns nicht ausgesucht
[03:39.83] Du hast mich oft geschulmeistert, nicht minder
[03:45.22] Oft habe ich deine Heuchelei verflucht
[03:50.67] Ich kann dich nicht, die Hand aufs Herz, ansingen
[03:55.29] Den Blick zur Fahne, und ein Wort wie stolz
[03:59.70] Kann ich mir auch mit Mühe nicht abringen -
[04:04.21] Dummheit und Stolz sind aus demselben Holz!
[04:09.62] Ich hänge an den Menschen, die hier leben
[04:14.22] An Orten, an mancher Begebenheit
[04:19.60] Um die meine Erinnerungen sich weben
[04:25.19] An deiner Schwermut, deiner Sprödigkeit
[04:30.57] Ich hänge an dir und bin in deinen Brüchen
[04:35.16] Im Guten wie im Schlechten dir verwandt
[04:40.54] Ich bin dein Kind in deinen Widersprüchen
[04:45.01] Mein Mutterland, mein Vaterland, mein Land
[05:01.67]